Falls ihr jetzt schon dachtet, das europäische Cloud-Projekt für digitale Souveränität, GaiaX, sei ein Rohrkrepierer, dann habt ihr völlig Recht.

Aber wartet mal. Kein Projekt ist so verkackt, dass man es nicht noch tiefer in die Scheiße fahren kann!

Dass der Privatsphärevernichtungs-Techniklieferant Palantir Teil von Gaia-X war, hat die Sache ja schon umgebracht. Hier sind noch ein paar mehr:

Dazu gehören auch diverse Unternehmen aus China und den USA wie Huawei, Alibaba, Haier, Amazon, Google, Microsoft, Palantir und Salesforce.

Denn klar, wenn ich an europäische Werte wie Schutz der Privatsphäre und Datensparsamkeit denke, dann fällt mir auch sofort obiges Gruselkabinett aus Nach-Hause-Telemetrierern ein!1!!

Die Idee bei Gaia-X war ja, etwas anderes als Amazon, Microsoft und Google zu haben, wenn man in die Cloud will. Wen nehmen wir rein? Amazon, Microsoft und Google! Salesforce, falls euch das nichts sagt, ist ein Cloud-Service für CRM. Da legen einmal alle nennenswerten Firmen in Deutschland alle ihre Kundendaten ab. Ein US-Unternehmen, versteht sich. Aber ist kein Problem, denn die deutschen Firmen haben ja einen *papierraschel* Auftragsdatenverarbeitungs-Vertrag mit Salesforce geschlossen! Wenn Salesforce also die Daten anderweitig nutzt, dann wäre das … bedauerlich aber dann könnte man da nicht viel machen, fürchte ich. Softwarefehler, wissenschon.

Gaia-X ist also nicht die Wunderwaffe der EU gegen Datenkraken sondern eher sowas wie der Zusammenschluss der schlimmsten Datenkraken. Sowas wie SPECTRE bei James Bond.

Oder wie CDU, BITKOM oder der BDI in Deutschland.

4/5/2021