China hat sich vor der WTO über Trumps Strafzölle beschwert und vollumfänglich recht bekommen. Auswirkungen hat das allerdings keine.

Die Berufungsfrist beträgt 60 Tage Zeit. Allerdings vereiteln die USA seit geraumer Zeit die Ernennung neuer WTO-Schiedsrichter. Die Berufungsinstanz hat statt sieben Mitgliedern nur mehr eines und ist handlungsunfähig. Also kann es über eine Berufung gar nicht entscheiden. Die Folge: Die Volksrepublik China kann aus ihrem Sieg auf absehbare Zeit keinen Nutzen ziehen.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Update: Einige Leser weisen darauf hin, dass Boris Johnson gerade die Vision des "Handels nach WTO-Regeln" für Großbritannien verbreitet, als Kontrastprogramm zu den ganzen bilateralen Abkommen, die die EU hatte. Wenn die WTO also de facto zerstört ist, dann kann das für UK nochmal unangenehm werden.

9/16/2020