Die Bundesländer würden ja gerne dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk weniger Geld in den Rachen werfen. Durchaus verständlich, wenn man sich anguckt, was z.B. der ORF in Österreich mit 1 Mrd Budget hinkriegt (die ARD alleine hat 9), oder die BBC mit 5 Mrd Budget.
Das ist schon länger nicht mehr zu vermitteln, wieso die ARD so viel Geld verbrennen darf, und dann damit verkackte Fußballrechte kauft und Vorabend-Hirnzellenmassenmordserien produziert anstatt ordentliche Nachrichten zu bringen und Bildungsprogramm zu machen. NIEMAND braucht Lanz-Talkshows. Niemand.
Jedenfalls haben sich die Produzenten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks eine supertolle Strategie ausgedacht. Wieso nicht 3sat schließen? Einer der wenigen hochwertigen Teile des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland (und eine Kooperation mit Österreich und der Schweiz)!
Das Kalkül wird wohl sein, dass der Aufschrei da zu groß wird, und sie dann nicht die drölfzig ZDF-Digitalkanäle schließen müssen, die niemand guckt und die sinnlos Geld verbrennen.
Wenn ich König wäre, würde ich denjenigen öffentlich an den Eiern aufhängen, der den 3sat-Vorschlag eingebracht hat. Ein bis dato nur von RTL bekanntes Ausmaß an Barbarei!
Der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk in der Schweiz, SRG, hat übrigens ein Budget von 1,5 Mrd Franken. Bedenkt dabei, wie viel teurer in der Schweiz alles ist.
Update: SRG produziert außerdem auf deutsch, italienisch, französisch und gelegentlich rätoromanisch.
Dafür sind natürlich bei ORF und SRG Lizenzen billiger, weil sie an weniger Leute ausgestrahlt werden. Auf der anderen Seite sind die meisten Produktionen von Tochtergesellschaften der Rundfunkanstalten produziert und das liegt damit sozusagen in deren eigener Hand, wieviel sie sich da selbst in Rechnung stellen. Ich könnte auch prima mit öffentlich-rechtlichem Rundfunk ohne Sport- und Hollywoodlizenzen leben.